Christa Wolfs Kassandra: Kann ein Mythos nicht realer sein? by Daniela Künzel

By Daniela Künzel

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, notice: 1,6, Universität Erfurt, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: In der vorliegenden Arbeit soll Christa Wolfs Erzählung Kassandra bezüglich ihres phantastischen Gehalts, der von der ursprünglichen klassischen Ilias abweicht, untersucht und analysiert werden. In dem ursprünglichen Mythos nimmt die Königstochter des Trojanischen Königs Priamos eine Nebenrolle im Hinblick auf den Gesamthergang ein. Wo die Seherin in ihr nur erwähnt wird und ein Schattendasein fristet, spiegelt sie in der Erzählung Kassandra, die Hauptakteurin wieder. Einen Schwerpunkt werden hierbei die Funktion der Sprache und deren Bedeutung hinsichtlich der Subjektbeschaffenheit ausfüllen. Die Protagonistin Kassandra steht am Beginn des Ausbaus eine neuen gesellschaftlichen structures – dem Patriarchat. Kassandra, die Tochter des Königs Priamos, geht an die Unvereinbarkeit zwischen ihrer Sehnsucht nach einer erfüllten Liebe und den Vorgaben des von Männern dominierten structures, die einer Frau nur eine beengte Existenz und kein Mitspracherecht erlauben, zugrunde. Die Sprache stellt für sie dabei ein Mittel dar, um sich selbst zu finden bzw. zu reflektieren. Des weiteren soll in der Arbeit ein Vergleich zwischen dem Ilias-Mythos und dem aktuellem Zeitgeschehen gezogen werden. Es bleibt jedoch auch der geschichtliche Hintergrund der DDR nicht unbeleuchtet, sondern wird im Bezug auf die politischen Verhältnisse skizziert. Doch nicht nur die Bedrängnisse und quälenden Fragen zur Zeitgeschichte sind Anlass zur Umdeutung der ursprünglichen Ilias-Fassung, auch die Rolle der Frau in der Gesellschaft wird zeitlos und detailreich unter Bezugname einzelner Personenbeschreibungen weiblich wie männlich dargestellt. Christa Wolf verbindet mit Kassandra eine Gegenwartsbeschreibung. 3000 Jahre zwischen dem ursprünglichem Mythos und der heutigen Zeit schwinden, durch die Reflexion auf die aktuelle und in der Gesellschaft bislang verbliebene scenario der Frau. Patriarchale Denkstrukturen des Mannes und die Unterdrückung der Frau in der Gesellschaft werden verdeutlicht. Die gesellschaftliche Darstellung des Mannes und der Frau zeigen deutliche Unterschiede im Denken, Handeln und Fühlen.

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Kunstkritik oder Schaffensplan? Reformschrift oder by Björn-Christian Schüßler

By Björn-Christian Schüßler

Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, notice: 2,0, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Deutsches Institut), Veranstaltung: Geschichte - Dichtung - Mythos: Das Nibelungenlied und Richard Wagners Ring des Nibelungen, Sprache: Deutsch, summary: [...]
Neben Bildhauerei, Malerei und Filmkunst stehen zu diesem Zwecke natürlich auch
Theaterspiel, Literatur und vor allem die Musik zur Verfügung. Der Liebhaber der klassischen
Musik hat die Qual der Wahl. Es existieren allein im deutschsprachigen Raum viele Komponisten,
und bezogen auf die Qualität schnalzt der Experte mit der Zunge, wenn er Namen wie
Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und Richard Wagner in einem Atemzug nennen
kann. Doch diesen Richard Wagner wird in Reihen der großen deutschen Literaten neben
Goethe, Schiller, Thomas Mann und Günther Grass der Experte weniger in den Mund nehmen,
wenngleich Wagner das anders gesehen hätte. Wagner additionally sieht sich ebenso als Dichter
wie als Musiker. Deutlich gemacht hat er das mit seiner 1851 entstandenen theoretischen
Schrift „Oper und Drama“, von der auch diese Arbeit handeln soll.
Was ist dran an diesem Mann, dass er sich derartig äußern kann? Zumindest in der Musikund
Kulturforschung wird sein theoretisch-philosophisches Wirken der Zürcher Exilzeit häufig
unbeachtet gelassen. Und doch formulierte Wagner Thesen, die die Kulturwissenschaften
der Musik und Dichtung mit stärker aufgebrachtem Ernst der Leser overall über den Haufen
hätte werfen können und dies in Ansätzen auch getan hat. Denn Wagner hat mit Kritik an der
Kunst und den Künstlern seiner Zeit nicht gespart und vor allem die Gattung der Oper reformieren
wollen. „Der Irrtum in dem Kunstgenre der Oper bestand darin, daß ein Mittel des
Ausdruckes (die Musik) zum Zwecke, der Zweck des Ausdruckes (das Drama) aber zum
Mittel gemacht war“, formulierte er in der Einleitung zu „Oper und Drama“2 den Missstand
dieser Gattung.
Doch was once will Wagner eigentlich mit dieser Schrift? Sind seine Aussagen zur Kunst – Musik
wie Dichtung – haltbar, und used to be soll am Ende dabei herauskommen? Schließlich stellt sich
auch überdeutlich die Frage, ob Wagner sich selbst an seine Reformforderungen gehalten hat?
Diesen Fragen will diese Arbeit nachspüren. Zum besseren Verständnis Wagners sollen im
folgenden Kapitel seine Aussagen und Thesen zu Oper, Drama und Kunstschaffen seiner Zeit
erklärt werden. Daran anschließend wird Kapitel three einen Einblick in die Rezeption Wagners
geben, um die Haltbarkeit seiner Ausführungen beurteilen zu können. Kapitel four bezweckt die
Anwendung seiner Thesen auf sein Werk.

2 Wagner, Richard: Oper und Drama, hg. v. Klaus Kropfinger, [Reclam], Stuttgart 1994, S. 19; im Folgenden als Direktzitat
im textual content angegeben als OD 19.

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Lulu. Der "Prototyp“ der Femme fatale? (German Edition) by Angela Kauer

By Angela Kauer

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, observe: 1,3, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Deutsches Institut), Veranstaltung: Hauptseminar Frank Wedekinds „Lulu-Dramenkomplex“, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Die Textgeschichte von Frank Wedekinds Lulu-Dramenkomplex ist eine wechselvolle. Konzipierte Wedekind die Urfassung mit dem Titel Die Büchse der Pandora. Eine Monstretragoedie bereits während eines Aufenthaltes in Paris (und London) 1892 bis 1894, arbeitete er das Schauerdrama in fünf Akten bis 1913 immer wieder um. Die Urfassung wurde erst Ende der 1980er Jahre wieder entdeckt und 1990 von Hartmut Vinçon in einer historisch-kritischen Ausgabe herausgegeben. Für die Rezeption und literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung wurde der – von Wedekind mit Blick auf den Publikumsgeschmack und unter dem Druck der Zensur in weiten Teilen zurückgenommene – textual content der Ausgabe letzter Hand (in den gesammelten Werken von 1913) maßgeblich. Ausgehend von den Reflexionsvorgaben, die diese Ausgabe und insbesondere der 1898 dem Erdgeist vorangestellte Prolog in der Zirkusmenangerie bieten, wurde und wird die Figur der Lulu im Erdgeist und der Büchse der Pandora immer wieder als der im Fin de siècle populäre Typus der Femme fatale interpretiert. Gegen diese recht verbreiteten Deutungen Lulus erheben vor allem Interpretationen Einspruch, die sich auf die Pariser Urfassung beziehen. In der „zur Intrige und jeder Berechnung völlig unfähigen“ Protagonistin der Monstretragödie, sei, so diese Interpreten, keine kalkulierende Verführerin zu erkennen.
Im ersten Teil des vorliegenden Buches wird der Begriff der Femme fatale zunächst erörtert. Anschließend setzt es sich mit den weit auseinandergehenden Ansichten der literaturwissenschaftlichen Forschung darüber, ob in der Protagonistin des Wedekindschen Dramenkomplexes der Typus der Femme fatale gestaltet ist, oder nicht, auseinander. Da diese Frage offenbar davon abhängt, welche der Fassungen von Wedekinds textual content guy einer Interpretation zu Grunde legt, wird zunächst die – dem Charakter einer belle dame sans merci weitgehend widersprechende – Darstellung der Lulu in der Monstretragödie von 1894 erörtert. Anschließend wird anhand geeigneter Textstellen aus der von Erhard Weidl 1989 herausgegebenen Ausgabe des Erdgeist und der Büchse der Pandora, die dem Wortlaut der Ausgabe letzter Hand von 1913 folgt, aufgezeigt, weshalb die Lulu-Figur der späteren Fassungen aus gutem Grund als Femme fatale gesehen werden kann und welche Auswirkungen diese Umgestaltung der Lulu-Figur auf das kritische Potenzial des Stückes hat.

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Liebeslyrik zur Zeit des Barock: Vergleich der Gedichte 'Wie by Mareike Müller

By Mareike Müller

Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Gattungen, be aware: 10, Philipps-Universität Marburg, Sprache: Deutsch, summary: Fragt guy – wie heute üblich, wenn guy etwas nicht weiß – einfach bei google.de nach, so liefert die Homepage innerhalb von 0.14 Sekunden auf die Suche nach der Frage: „Wie küsst guy eigentlich richtig und gut?“ mehr als 4.100.000 weitere Seite, die sich mit der Beantwortung der Frage beschäftigen. Scheinbar ist die Angst davor beim Küssen etwas falsch zu machen und auf diese artwork und Weise möglicherweise den/die Geliebte/n zu vertreiben sehr groß. Generell scheint das Thema Küssen schon immer ein sehr wichtiges für die Menschheit gewesen zu sein.

„Küsse sind das, was once von der Sprache des Paradieses übrig geblieben ist.“

sagte bereits der 1857 in der heutigen Ukraine geborene polnisch—britische Schriftsteller Joseph Conrad. Egal ob in der Liebeslyrik des Barocks oder in Gedichten aus der Zeit der Romantik: das Thema des Kusses hat schon immer eine einnehmende Rolle in der Welt der Dichtung und Poesie eingenommen. Daher kristallisierte sich schnell heraus, dass das von mir gewählte Thema der Liebeslyrik des Barocks im Vergleich zur Liebeslyrik der Romantik auf die shape des Kußgedichts beschränkt werden sollte. Hier entschied ich mich jeweils für ein relativ bekanntes Gedicht von Paul Fleming Wie er wolle geküßt seyn , sowie für das Gedicht Ich halte ihr die Augen zu von Heinrich Heine, welches mir bis dato unbekannt struggle und ich zufällig bei der Literaturrecherche entdeckte.
In der vorliegenden Hausarbeit soll ein Vergleich zwischen den beiden Gedichten Flemings und Heines gezogen werden. Hierzu wird im zweiten Kapitel die Zeit des Barocks, sowie die Liebe zur damaligen Zeit thematisiert. Im Weiteren wird –relativ kurz- auf den Petrarkismus sowie den Manierismus eingegangen, um einen Überblick über das Thema der Liebes- und Schwustlyrik zu geben und deren Stellenwert im barocken Zeitalter herauszuarbeiten. Im Anschluss daran soll im dritten Kapitel Paul Fleming, sein Leben und sein Wirken gebündelt dargestellt werden. Den Kern des Kapitels bilden die formale examine und die Interpretation des Gedichts Wie er wolle geküßt seyn. In Kapitel vier, soll, bevor das Gedicht Ich halte ihr die Augen zu analysiert und interpretiert wird, Heinrich Heine und die Zeit der Romantik vorgestellt werden. Nachdem dann beide Gedichte hinreichend auf shape und Inhalt analysiert worden sind und ein grober Einblick in das Leben und Wirken der Dichter gegeben worden ist, wird in Kapitel fünf ein abschließender Vergleich zwischen den beiden Gedichten gezogen.

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Carsten Niebuhrs Reisebeschreibung nach Arabien und andern by Benjamin Kober

By Benjamin Kober

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Universität Karlsruhe (TH), 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: „Einem Reisenden ist es nicht immer möglich alle die Beobachtungen zu machen, und alle die Nachrichten zusammenzubringen, welche guy durch ihn zu erhalten wünscht...“. Diese Worte finden sich im Vorwort des ersten Bandes der „Reisebeschreibung durch Arabien und andern umliegenden Ländern“ von Carsten Niebuhr und klingen speedy wie eine Entschuldigung. Sie sind an den dänischen König gerichtet, der als Schirmherr der Forschungsreise nach Jemen, die als „die Arabische Reise“ bekannt wurde, auftrat. Der Auftrag der excursion battle es, nach Arabien, genauer nach Jemen, zu reisen und dort, nach einem vorgefertigten Fragenkatalog, Informationen zu sammeln. Auf diese Instruktionen bezieht sich die Entschuldigung im Vorwort.
Die day trip verlief nicht wie geplant. Einige Fragen konnten nicht beantwortet werden. Es gab dafür unterschiedliche Gründe. Der wichtigste Grund warfare wohl der Tod aller Teilnehmer mit Ausnahme Carsten Niebuhrs. Hinzu kamen assorted kleinere und größere Probleme in den Untersuchungsgebieten. Nach seiner Rückkehr nach Dänemark hat Carsten Niebuhr einen Reisebericht verfasst, der viel mehr ist, als nur die Antwort auf festgelegte, ausformulierte Fragen der Auftraggeber, der zunächst allerdings nur von Gelehrten und Wissenschaftlern gelesen wurde und bei der breiten Bevölkerung kaum Anklang fand. Carsten Niebuhr gibt mit seinem Buch Einblick in die arabische Welt, wie er sie erlebt hat. Er hat viele orientalische Länder bereist, ist mit vielen Einheimischen in Kontakt getreten und conflict fremden Kulturen ausgesetzt. Seinen Forschungsauftrag hat er dabei jedoch nie aus den Augen verloren. Eisern stellte er seine geographischen Vermessungen an und dokumentierte seine Beobachtungen. Dabei ging er die Sache von vornherein offen und ohne Vorbehalte an.
Die folgende Ausarbeitung stellt Carsten Niebuhrs Beobachtungen zu den fremden Kulturen, die ihm auf seiner Reise begegnet sind, in den Mittelpunkt.
Zunächst wird Carsten Niebuhrs Lebenslauf vorgestellt um deutlich zu machen aus welchen Verhältnissen er stammt, used to be für ein Mensch er warfare und wie es ihm nach seiner Rückkehr erging. Anschließend wird näher auf die Voraussetzungen und den Hintergrund der Arabienreise eingegangen. Dies soll zeigen wie die politische scenario in Dänemark zu dieser Zeit conflict und was once die Motivation zur employer einer solch aufwändigen Reise conflict. Im anschließenden Teil werden ausgewählte Stationen der day trip genauer beleuchtet.

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Das ritterlich-höfische Ideal im Erec (German Edition) by Silke Herzer

By Silke Herzer

Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, word: 2,7, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) (Institut für Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Einführung in die germanistische Mediävistik II, Sprache: Deutsch, summary: Diese Arbeit befasst sich mit dem Rittertum. Es wird der Frage nachgegangen, wer die Ritter waren,
Dies wird, wie in der Forschung üblich, erstens anhand der begrifflichen Entwicklung des Wortfelds „Ritter“ dargestellt und anschließend kulturhistorisch anhand der spätantiken bis mittelalterlichen Fortentwicklung vom Krieger zum Ritter. Anschließend wird dargelegt, wie guy als junger Adliger zum Ritter wurde, das heißt welche Ausbildungsschritte guy durchlaufen musste, um ein Ritter zu werden. Ein ganzes Kapitel wird den Tugenden der Ritter gewidmet. Insbesondere interessiert hierbei die Frage, was once guy unter dem höfisch-ritterlichen Ethos versteht. Das Hauptaugenmerk liegt schließlich auf dem höfisch-ritterlichen excellent in der Literatur des Mittelalters und zwar im Erec.
Anhand von Textausschnitten aus Erec wird das literarische Ritterideal aufgezeigt.

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"Der alte König in seinem Exil" von Arno Geiger: Ethische by Anonym

By Anonym

Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, observe: 1,7, Universität Augsburg, Sprache: Deutsch, summary: Die Arbeit beschäftigt sich mit ethischen Aspekten im Umgang mit Menschen, die an Alzheimer oder Demenz erkrankt sind. Als Beispiel soll dafür Arno Geigers Roman "Der alte König in seinem Exil" dienen, der sich sehr detailliert mit dem Thema auseinandersetzt. Das Leben mit dem demenzkranken Vater des Autors liefert dabei mehrere essentielle Gesichtspunkte, die erörtert werden (Beziehung zu Demenzkranken, Umgang mit Heimatlosigkeit u.Ä.)

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Warum Schiller wirklich witzig war und nicht immer geil by Malte Schröder

By Malte Schröder

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Semiotik, Pragmatik, Semantik, notice: 1,3, Universität Rostock (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Sprachwandel, Sprache: Deutsch, summary: Diese Arbeit befasst sich im Rahmen des Hauptseminars „Sprachwandel“ mit Semantik und dabei schwerpunktmäßig mit dem Bedeutungswandel von Wörtern und Ausdrücken. Zunächst möchte ich klären, was once überhaupt Bedeutung ist und wie sie sich wandelt. Dazu nutze ich vor allem die Werke von Gerd Fritz und Rudi Keller/ Ilja Kirschbaum, die sich eingehend mit historischer Semantik, bzw. Bedeutungswandel befasst haben.
In meiner Arbeit gehe ich insbesondere auf einzelne Verfahren des Bedeutungswandels ein. Dabei geht es mir aber nicht hauptsächlich um die Erklärung der Theorien zum Entstehen von Bedeutungswandel. Diese Arbeit hat nicht den Anspruch eine vollständige Theorie des Bedeutungswandels nachzuvollziehen oder darzulegen, sondern mir geht es um einen empirischen Nachweis einzelner Verfahren anhand von Beispielen aus der Literatur um 1900, bei denen offensichtlich Bedeutungswandel stattgefunden hat. Dazu habe ich mich eingehend mit der Literatur der Autoren dieser Zeit wie Lessing, Schiller, Kleist, E.T.A Hoffmann und Tieck auseinandergesetzt.
Die Fragen, um die es mir in dieser Arbeit geht, lauten etwa: was once hat dazu geführt, dass das Wort „billig“ einen Bedeutungswandel von „angemessen“ hin zu „preiswert“ oder gar „wertlos“ erfahren hat? Warum wurde billig zu Schillers und Lessings Zeiten noch in der Bedeutung von „fair“ und „angemessen“ verwendet? Wäre demnach ein billiges Argument ein angemessenes und kein Schlechtes?
Bedeutungswandel vollzieht sich nicht, ohne dass sich der Mensch dessen bewusst ist. Er vollzieht sich dabei sogar nicht einmal langsam und kleinschrittig, sondern manchmal auch schnell und sprunghaft. Der Sprachwandel wird durchaus bemerkt, dabei aber nicht unbedingt als Prozess wahrgenommen. Die typische shape, den Wandel der Sprache wahrzunehmen, besteht eher darin, ihn als Verfall der Sprache zu erleben. Der zweite Schritt, um den es mir geht, ist daher der Nachweis der unterschiedlichen Verwendungsweisen anhand der oben benannten Literatur.

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Ritter zwischen Gott und Welt: Das Rolandslied des Pfaffen by Stefanie Metzger

By Stefanie Metzger

Studienarbeit aus dem Jahr 1996 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, observe: 2, Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg (-), Veranstaltung: Hauptseminar zur Älteren Germanistik, Sprache: Deutsch, summary: Das "Rolandslied des Pfaffen Konrad als Medium welfischer Repräsentationskunst" ist eine Abhandlung, die das Machtbewusstsein einer der schillerndsten Gestalten des deutschen Hochmittelalters herausstellt: das Heinrichs des Löwen (1125-1195); des Welfenherzogs aus altem fränkischem Adelsgeschlecht. Als Spross einer der mächtigsten deutschen Dynastien betrachtete der Herzog von Sachsen und Bayern sich und seine Familie dem regierenden staufischen Herrscherhaus unter Kaiser Friedrich I. als ebenbürtig. Um die herausragende Stellung der Welfen in Norddeutschland zu manifestieren, gab er verschiedene Kunstwerke in Auftrag. Dabei bediente sich der Vetter Friedrich Barbarossas der genealogischen Anknüpfung an das karolingische Herrscherhaus; insbesondere an Karl den Großen. Das Widmungsgedicht des Helmarshausener Evangeliars sowie die Beauftragung des Mönchs Konrad mit der Übersetzung der um 1100 in Frankreich entstandenen "Chanson de Roland" sind Beispiele dieser Herrscherrepräsentation. Das Rolandslied; ein Werk der "Chanson de geste"; beschreibt die Schlacht von Roncesvalles, die Karl d.Gr. 778 in Spanien gegen die Mauren schlug. In der deutschen Übersetzung wird Heinrich mit Roland sowie mit Karl d. Gr. und dem biblischen König David in typologische Beziehung gesetzt. Idealistisch verklärt wird der Kreuzritter Heinrich darin als "tugendhafter Heidenbekehrer und Mehrer der Christenheit" bezeichnet; dessen Vasallen ihm so treu ergeben sind wie Roland seinem Kaiser Karl. Diese artwork des Herrscherlobs entsprach jedoch längst nicht mehr den realen Verhältnissen des Lehnswesens zur Zeit des Welfenherzogs. Darum musste sich der Verfasser der deutschen model der "Chanson d. R." altertümlicher Formen bedienen, verknüpft mit damals aktuellen ausländischen Motiven zum Zwecke der fürstlichen Repräsentation. Der Rekurs auf altertümliche Stilmittel diente auch der Legitimation welfischer Herrschaftsansprüche. Deshalb ließ Braunschweigs Gründer sein Löwendenkmal vor der Burg Dankwarderode errichten; darum stiftete er den Dom St. Blasius, das kostbare St.Oswald-Reliquiar und den Marienaltar des Braunschweiger Doms. Aus diesem Grund erscheinen Heinrichs kaiserliche Großeltern auf dem Krönungsbild des prächtigen Helmarshausener Evangeliars in herausragender Stellung. All dies sollte das herrscherliche Selbstverständnis eines Adelsgeschlechts zum Ausdruck bringen, "das sich auch ohne Krone königlich wusste" und das mit der Stauferdynastie um den Kaiserthron konkurrierte.

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Formtypen des Schwanks am Beispiel "Ein kurtzweilig lesen" by Nicole Nette

By Nicole Nette

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, be aware: intestine, Universität Leipzig (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Hauptseminar "Eulenspiegel", nine Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick zu den Formtypen des Schwanks. Allerdings ist eine solche Kategorisierung problematisch, da der Schwank kein homogenes style ist. Um dieser besonderen Schwierigkeit Rechnung zu tragen, besteht die Arbeit aus zwei großen Kapiteln. Zum einen gliedert sie sich in den „Allgemeinen Teil“, welcher die grundlegenden Informationen zur Problematik „Formtypen des Schwank“ liefert und die aktuelle Forschungslage widerspiegelt und zum anderen in den „Anwendungsteil“, in welchem anhand von Hermann Botes „Dil Ulenspiegel“ versucht wird, die Zweckmäßigkeit der vorhandenen Kategorien zu verifizieren bzw. falsifizieren.
Im Allgemeinen Teil wird zunächst eine Gattungsdefinition gegeben, um eine Arbeitsgrundlage zu schaffen. Daraufhin folgt eine Darstellung der verschiedenen Versuche einer Formbeschreibung, wobei auf die Einteilung nach Bausinger ausführlicher eingegangen wird. Anschließend werden weitere Möglichkeiten zur Differenzierung der shape vorgestellt, die jedoch bislang nur als Ansatz formuliert wurden.
Im zweiten großen Abschnitt wird als erstes die gattungstypologische Einordnung des Schwankbuches von Hermann Bote vorgenommen, um die Auswahl dieses Schwanks zu begründen und überhaupt gültige Aussagen aus der examine des mittelalterlichen Schwankbuches vom Eulenspiegel ableiten zu können. Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt: Wieso eignet sich „Dil Ulenspiegel“ als Stellvertreter dieser Gattung? Gibt es Besonderheiten, welche Ihn gegenüber anderen Schwänken auszeichnet? Wie ist die Forschungslage diesbezüglich? Besteht Kohärenz zwischen den einzelnen Erzählungen, welche eine Verallgemeinerung für die gesamte Sammlung rechtfertigen würde? Erst im Anschluss daran können die allgemeinen Kriterien am Beispiel auf ihre Praktikabilität geprüft werden.

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